Nyuzi blackwhite – Fäden verbinden die Welt

Nyuzi, das heißt auf Kiswahili Fäden. Fäden, alte Zementsäcke und lokale Stoffe aus Kenia – das braucht das Team von nyuzi blackwhite um hippe, multifunktionale Upcycling-Produkte herzustellen. Sarah Müller, die 2016 für 6 Monate im “dressmaking” der Berufsschule einen freiwilligen Einsatz hatte, ist die Gründerin des jungen Labels. Sie entwickelte die tollen Designs und vertreibt die Produkte, die nun in der Schneiderei hergestellt werden, in Deutschland. Ein Teil des Gewinns bleibt in Karai, sodass nyuzi blackwhite ein “income generating project” geworden ist und damit einen Beitrag zu Nachhaltigkeit des Projektes leistet. Durch die Initiative wurde zudem ein weiterer Arbeitsplatz geschaffen: Caro, ein ehemaliges Mädchen aus dem Heim, das ihre Ausbildung im dressmaking letzten Sommer beendet hat, ist zusammen mit Josephine, der Lehrerin, für die Produktion verantwortlich. Außerdem ist sie Model für die Produktbilder.

Dass die Taschen, Babytragetücher, Hoodies und Etuis qualitativ hochwertig sind, ist auch Sarah Müller zu verdanken. Sie führte während ihres Einsatzes Qualitätskontroll-Prozesse ein. Jedes der Produkte hat mehrere Verwendungszwecke: das Babytragetuch kann ohne Baby als Hoodie verwendet werden, die Tasche kann – ruck zuck- zum Rucksack werden.

Mehr über http://www.nyuzi-blackwhite.de

Die Auftragsverwaltung wird gemäß jungem start up online über ein Projektmanagementtool geführt. So haben Controlling und Accounting auf deutscher und kenianischer Seite jederzeit einen Überblick. Durch die intensive Arbeit für das gemeinsame Projekt ist zudem eine Freundschaft entstanden zwischen Sarah, Josephine und Caro. So verbinden Fäden (und eben Zementsäcke und lokale Stoffe) tatsächlich die Welt- und drei außergewöhnliche junge Frauen.

Sarah: „Jedes einzelne Produkt erzählt für mich seine ganz eigene Geschichte. Die Taschen, Tücher und Etuis sind handgefertigt- jeder näht bei uns ein Stück von Anfang bis Ende. Somit steckt hinter jedem Produkt etwas Besonderes. Keines sieht exakt gleich aus wie das nächste. Jeder Tag bringt etwas Neues mit sich, neue Schwierigkeiten, Herausforderungen oder Erfolgsmomente. Genau dasselbe erleben wir auch wenn wir unsere Produkte fertigen. Kein Tag ist wie der andere, wir haben gute und schlechtere Tage, Arbeitsgänge die uns am einen Tag leichter oder schwerer fallen.  „Not perfect, but special“.  Wir sind ein tolles Team und motivieren uns gegenseitig durch Menschlichkeit, Vertrauen und Zusammenhalt, anstatt durch Leistungsdruck. Jeden weiteren Tag den wir gemeinsam am Projekt arbeiten, bestätigt mir, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, meine Ideen gemeinsam mit ihnen umzusetzen. Ich finde es toll was wir voneinander gelernt haben und bin stolz auf unser Team.“

Josephine: “Man kann sich kaum vorstellen, dass einfache Fäden – nyuzi Welten oder Ethnien verbinden können. Aber es ist tatsächlich wahr, zwei tolle Länder wurden verbunden – Kenia und Deutschland. Und das durch unsere fantastischen Produkte, die in Karai in der Vocational in der Produktionseinheit der Schneiderei produziert werden. Es ist wie ein Wunder, dass dadurch Jobmöglichkeiten für ehemalige Schülerinnen geschaffen wurden, und die, die noch in der Ausbildung sind können durch die Produktion einen Teil ihrer Schulgebühren bezahlen. Einige unserer Produkte, wie die Taschen, zeigen ganz deutlich, dass etwas Nützliches aus scheinbarem Müll recycled werden kann. Unglaublich, dass die Produkte helfen werden Plastiktüten in Kenia zu reduzieren und damit der Umwelt gut tun. Lang lebe Nyuzi blackwhite, lang lebe Kenia und Deutschland.”

“Ich bin Caroline und eine der Frauen, die die Taschen fertigt. Ich bin ehemalige Schülerin und aus dem Karai Kinderheim. Ich bin stolz auf diesen Job, da er mir hilft Geld zu verdienen und meine Kinder zu ernähren. Ich freue mich auch für Sarah, dass sie das Projekt aufgebaut hat. Möge Gott euch Kraft und Kreativität geben, um weitere Ideen umzusetzen.”