10 Jahre nach dem Neubeginn: Karai feiert ein fröhliches Familienfest

Wenn in Kenia gefeiert wird, dann richtig und mit möglichst vielen Gästen. “Klein” sollte laut Generalmanager Moses Chege die Feier zum 10 jährigen Bestehen des Projektes am neuen Standort eigentlich werden, und vor allem ein Dankgottesdienst. Am 11. August wurde dann doch ein richtiges Familienfest daraus mit Nachbarn, früheren Angestellten und vor allem mit vielen Ehemaligen aus dem Heim.

Aus Eldoret waren Birgit Zimmermann und Dieter Borchert gekommen, die beide den Neubeginn nahe Nairobi begleitet hatten. Aus Deutschland war Gisela Keller für die Kenia-Hilfe Schwäbische Alb angereist, ein Grußwort von Dekan Norbert Braun im Gepäck. Zu den besonderen Gästen gehörten der amerikanische Projektpartner Stuart Ross sowie Stephen Kariuki, der Vater der Partnerschaft zwischen dem Kirchenbezirk Münsingen und der Presbyterianischen Kirche Eldoret. Für einige Monate war er der erste Projektleiter in Karai. Ehrengäste waren außerdem die Mitglieder der Frauengruppe, die einstmals das Waisenhaus Karai gegründet hatten.

Aus den Kindern und Jugendlichen, die 2008 den Überfall und die Zerstörung am früheren Standort Eldoret/Sugoi miterlebt hatten, danach das Notlager und später den Umzug nach Karai, sind inzwischen gestandene junge Männer geworden. Manche hatten ihre Frauen und Kinder mitgebracht und einer die Einladung zu seiner bevorstehenden Hochzeit.

“Bildung ist der Schlüssel zu einem selbstständigen und gelingenden Leben” heißt es im Grußwort von Dekan Braun. Beim Geburtstagsfest in Karai konnte man den Beweis erfahren. Und alle, die dazu beigetragen haben, wurden an diesem Tag reichlich beschenkt.

Den Schluss des gut dreistündigen Programms mit viel Gesang, Predigt und Präsentationen aller Art bildete das Anschneiden des obligatorischen Kuchens mit dickem Zuckerguss, von dem jeder ein Stückchen abbekam.

Die halbe Nacht hatten Personal und Jugendliche in der Küche gearbeitet, Chapati gebacken und Gemüse geschnippelt. Nach der Feier bildete sich eine lange Schlange an der Essensausgabe, und bald waren die riesigen Kochtöpfe geleert.

Schlangestehen für Chapati, Reis und Gemüse

Zwei frisch gepflanzte Bäumchen werden an das Fest erinnern.

 

 

 

 

 

Beim Fußballmatch am nächsten Morgen gewann Ex-Karai 2:1 gegen das aktuelle Karai-Team, aber erst nach Verlängerung.